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In-Vitro-Fertilisation (IVF)*

Bei der In-vitro-Fertilisation werden die Spermien des Mannes und die Eizellen der Frau für die Befruchtung außerhalb des Körpers zusammengebracht. Zuvor ist eine ca. 10 – 14tägige Hormonbehandlung notwendig, bei der sich die Frau täglich eine subkutane Spritze gibt. Dies bewirkt die Reifung mehrerer Follikel am Eierstock. Die Follikelreifung wird etwa zwei Mal mittels Ultraschall und anhand der Hormonwerte am Standort Dorsten kontrolliert. Eizellgewinnung und Embryotransfer erfolgen am Standort Dortmund.

Zur Gewinnung der Eizellen werden die Follikel in Kurznarkose unter Ultraschallsicht über die Scheide punktiert. Im Labor werden die Spermien dazugegeben und am nächsten Tag der Befruchtungserfolg kontrolliert. Nach wenigen Tagen werden 2–3 Embryonen in einem kurzen schmerzfreien Eingriff (Embryotransfer) in die Gebärmutter zurückgesetzt.

Die Schwangerschaftwahrscheinlichkeit beträgt pro Behandlungszyklus 20 bis 30 Prozent.

Eine IVF-Therapie wird empfohlen bei:

Wörterbuch

IVF = In-vitro-Fertilisation = Künstliche Befruchtung
in vitro = lateinisch im Glas
subkutan = lateinisch unter der Haut
Follikel = Eibläschen
Follikelpunktion = Gewinnung der Eizellen per Einstich mit einer Hohlnadel
Embryotransfer = Rückführung der Embryonen
Endometriose = oft schmerzhafte Erkrankung der Frau, bei der Gebärmutterschleimhaut im Bauchraum (also an falscher Stelle) auftritt